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Kurschatten – ein Tabu bei Licht betrachtet
Hessisches Hauptstaatsarchiv zeigt Ausstellung
Am 17. Januar 2019 um 18 Uhr wird im Hessischen Hauptstaatsarchiv eine Tafelausstellung des Kur · Stadt · Apothekenmuseums Bad Schwalbach über die Geschichte des Kurschattens eröffnet. Komplexe Zusammenhänge werden anhand zeitgenössischer Berichte und Abbildungen auf unterhaltsame Art nähergebracht. Zeitlich beginnt die Ausstellung im späten Mittelalter, einer Zeit, in der es in den Badeorten gesellig und zwanglos zuging. Mit dem heiter-ausschweifenden Badeleben nahm sich mancher Badegast eine Auszeit von der Ehe. Die Kluft zwischen heimlicher Begierde und dem, was die Öffentlichkeit moralisch duldete, vertiefte sich in den folgenden Jahrhunderten. Seit dem 19. Jahrhundert breitete sich ein Mantel des Schweigens über die Badebekanntschaften aus. Und trotz aller Freizügigkeiten seit den 1960er Jahren wurde das Thema Kurschatten weiterhin tabuisiert. Noch 1984 kam es zu einem bundesweiten Skandal, als Bad Wildungen den legendären „Kurschatten-Brunnen“ einweihte.
Nach zahlreichen Stationen, an denen die Ausstellung bisher deutschlandweit gezeigt wurde, kann sie nun auch Weltkurbad Wiesbaden besichtigt werden. Ergänzt wird die Tafelausstellung durch eine kleine Präsentation historischer Fotografien aus Wiesbaden.
Termin: 18. Januar 2019 bis 29. März 2019
Ort: Foyer des Hessischen Hauptstaatsarchivs, Mosbacher Str. 55, 65187 Wiesbaden
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17:30 Uhr
Eintritt frei




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